Tausend Inseln,
eine Leidenschaft
Bevor es Lady Mara gab, waren wir viele Jahre in der kroatischen Adria unterwegs – erst als Co-Skipper und Crew auf fremden Booten, später mit eigenem Schein als Skipper eines selbst gecharterten Katamarans. Zwischen den tausend Inseln, in ruhigen Buchten und quirligen Häfen habe ich das Segeln richtig kennen und lieben gelernt. Dieses Revier ist sicher eines der abwechslungsreichsten und schönsten der Welt.
Zum Beispiel Vinišće bei Trogir – ein ruhiger kleiner Hafen am Festland, weit weg vom Trubel der großen Marinas, mit Blick auf die vorgelagerten Inseln. Von hier aus ist man in wenigen Stunden mitten im schönsten Teil Dalmatiens.
Eine sehr interessante Bucht liegt auf der Insel Vis: Rukavac. Türkisblaues Wasser, ein steiler grüner Hang im Hintergrund, kaum Bebauung – und trotzdem ein kleines Konoba direkt am Wasser, in dem man abends frischen Fisch bekommt. Man kann entweder an der Mole der Konoba anlegen oder in der Bucht ankern.
Mljet ist noch mal eine andere Welt: die ganze Insel steht unter Naturschutz, dicht bewaldet, mit den beiden Salzwasserseen im Nationalpark. Wir sind in einer der stillen Buchten an der Nordseite vor Anker gegangen, einfach um zuzuschauen, wie die Sonne hinter den vorgelagerten Inselchen verschwindet – genau dieser Moment ist auf dem Bild oben zu sehen.
Und dann die Kornaten: ein Archipel aus über hundert kahlen Kalksteininseln, karg und schroff, fast mondartig – und mittendrin winzige Steinhäfen wie auf Smokvica, wo Fischer noch genauso leben wie vor Jahrzehnten.
„Kroatien war meine Segelschule des Herzens – jede Bucht hat mir etwas über das Meer gezeigt, und ein bisschen auch über mich selbst.“
Abendlicht vor Mljet – einer der stillsten Momente der Adria